Wie sicher sind neue Projekte und nach welchen Kriterien werden diese ausgewählt und geprüft?
Mit der Umstellung von Einzel- auf Multiprojekte wurde bereits ein wesentlicher Schritt getan. Ein Ausfallrisiko konnte so von einer Produktion auf viele Förderanlagen verteilt werden. Bei der Projektauswahl werden Produktionen aus leicht förderbaren Schichten wie z.B. Kalk-/Sandstein bevorzugt, die kostengünstig produzieren. Die Begründung liegt in zeitweisen Wirtschaftskrisen, die sich auch auf die Erdöl- und Erdgaspreise auswirken können. Insbesondere in Zeiten niedriger Rohstoffpreise machen sich günstigere Produktionskosten positiv bei den ¼jährlichen Ausschüttungen bemerkbar.
Bei der Projektprüfung müssen ebenfalls hohe Hürden genommen werden. Alle verfügbaren Daten aus umliegenden Förderanlagen werden analysiert und mit vorhandenem Kartenmaterial abgestimmt. Geologische Gutachten und Informationen des Projektentwicklers bzw. Operators werden grundsätzlich von unabhängigen Geologen und Geophysikern überprüft. Sollten Zweifel bezüglich der Ausdehnung und des Verlaufes der rohstoffhaltigen Schichten auftreten, werden seismische 2D- oder 3D-Messungen in Auftrag gegeben und analysiert. Bei seismischen Messungen werden mittels Detonationen Schallwellen in den Boden gesendet, die je nach Härte der Gesteinsschichten unterschiedlich reflektieren. So können tief im Boden liegende Schichten zwei- oder dreidimensional dargestellt werden.
Nur Projekte, die alle Prüfungen positiv durchlaufen haben, juristisch einwandfreie Vertragswerke vorweisen und auch bei konservativer Kalkulation eine rentable Förderung erwarten lassen, können vom AMTEX-Projektteam dann befürwortet werden.
Aber dennoch bleibt der Erwerb von Eigentumsanteilen an Erdöl- und Erdgasförderanlagen eine unternehmerische Beteiligung mit allen Chancen und Risiken.
Stand: November 2009
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